Regulations - Therapie

Erläuterung:
Jeder Reiz auf einen beliebigen Teil des Organismus führt zu einer fortgeleiteten Reaktion des gesamten vernetzten Organismus und induziert eine Gegenantwort. Diese in der Evolution erlernten permanenten Gegenreaktionen des Organismus auf Reize von außen sind - im weiteren Sinne - ein dauerndes physisches und psychisches Lebenstraining. Sie bedingen die Lebens- und Funktionstüchtigkeit jedes Individuums. So beruht die Wirksamkeit des Immunsystems von Geburt an auf häufige Auseinandersetzungen mit Fremd-Antigenen (Erregern). Nur die immer wiederkehrende Reizung führt zur Immunkompetenz und genügend starker Immunantwort im Falle einer Infektion (normale Infekthäufung des Kleinkindes!).

Bleibt die Reizung des Organismus z.B. durch übertriebene Antibiotikagabe über längere Zeit aus, vermindert sich seine Resistenz und seine Reaktionsfähigkeit.

Viele ganzheitliche Verfahren bewirken eine unspezifische Reizung des Organismus und lösen eine Gegenregulation unter Mobilisierung und Verstärkung seiner Selbstheilungskräfte aus.

"Ein Heilungsvorgang kann niemals aus den Teilen verstanden werden"
(F. Huneke)

Beispiele:

  • Akupunktur im Rahmen der TCM, Akupunktur 2000 nach Boel, Auricularmedizin nach Bahr, Schädelakupunktur nach Yamamoto
  • Neuraltherapie nach Huneke
  • Eigenbluttherapie
  • ausleitende Verfahren wie Schröpfen, Aderlass, Baunscheidttherapie, Cantharidenpflaster, Homöosiniatrie
  • Wärme- oder Kältetherapie durch Sauna, Güsse, Wickel, o.ä.

Diese Verfahren werden Regulationstherapien oder Reiztherapien genannt. Sie sollen über die provozierten Gegenreaktionen eine vegetative Gesamtumschaltung (Normalisierung) der Körperfunktionen bewirken. Bemerkenswert ist, dass der häufige gezielte schwache Reiz eine stärkere Antwort des Körpers bewirkt, als der starke Reiz.

Voraussetzung für die Gegenreaktion des Körpers auf äußere Reize ist eine ausreichende Regulationsfähigkeit des Körpers. Ihre Störung durch chronische Belastung (chron. Infekt, Dysbiose durch Antibiotika oder Umwelttoxine, Narben, etc.) kann zu einer abgeschwächten Gegenregulation oder gar zu einer Regulationsstarre führen. Diese Regulationsstarren haben in den letzten 30 Jahren (Antibiotika!, Umweltbelastung durch die organische Chemie!) erheblich zugenommen.

Folge der chronischen Belastung des Regulationssystems oder gar der Regulationsstarre sind chronische Erkrankungen aller Art mit oder ohne Schmerzen, allergische Erkrankungen, entzündliche Erkrankungen, etc., welche je nach individueller Disposition und Verlauf (selten) spontan abheilen, degenerativ-zerstörend verlaufen oder in ein Malignomgeschehen übergehen können.

In solchen Fällen kommen, wie auch in der Schmerztherapie, folgende Verfahren zur Anwendung:

  • Störfelderkennung und Behandlung nach Huneke oder Norgier
  • Entgiftung und Abschirmung von toxischen Substanzen
  • Ernährungstherapie
  • Behandlung chronischer Stressbelastung oder chronischer (sekundärer?) psychischer Erkrankungen
  • Behandlung gestörter Darmbiose (Symbioselenkung), jetzt auch Mikrobiologische Therapie (MBT) genannt.

Unbedingte Voraussetzung für den gesunden Organismus ist die intakte Reaktionsfähigkeit des Grundsystems, welche durch unspezifische Reize gefördert werden kann.
Solange die Reaktionsfähigkeit des Organismus erhalten ist, sind daher Therapieverfahren, welche die körpereigenen Selbstheilungskräfte mobilisieren, den substituierenden oder supprimierenden Therapien vorzuziehen.

Selbstverständlich setzt wie bei jeder Behandlung, auch die naturheilkundliche Behandlung eine gründliche und gewissenhafte Diagnostik voraus. Vorliegende Fremd- und Eigenbefunde werden natürlich berücksichtigt.

Sowohl die naturheilkundliche Anamnese wie auch die Erstuntersuchung sind sehr umfangreich und zeitaufwendig, sie sind jedoch unverzichtbar für eine umfassende Therapieplanung.
Wir freuen uns, dass wir Ihnen diese diagnostischen und therapeutischen Leistungen aufgrund der optimierten Praxisorganisation zu einem moderaten Gebührensatz anbieten können.. Einzusetzende Medikamente werden bei vorliegender Krankheit überwiegend, nicht jedoch bei vorbeugender Indikation (Durchblutung, Lifestyle, Wellness) durch die Krankenkasse übernommen.

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